„Gemeinsam verschieden sein dürfen“ oder „alle paddeln mit“. 

 

Inklusion ist auch im  Kanusport ein Prozess, der sich schrittweise entwickelt und Mut zur positiven Veränderung braucht.

Für gelingende Inklusion auch auf dem Wasser machen sich Dr. Bernd Krahl und Marion Schrimpf, Inhaber des Herdecker Ambulanticum stark.

In  Kooperation mit dem Herdecker Kanu-Club fand am 06. und 07. Mai  eine ganz besondere Fortbildung  auf unserem Gelände statt.

Der eigens eingeladene Referent für Inklusion des Deutschen Kanu Verbandes und Leiter des Inklusiven Wassersportzentrums Wilhelmshaven, Heinz Ehlers,  schulte die Teilnehmer darin, was beim gemeinsamen Paddeln für Menschen mit und ohne Behinderungen zu beachten ist.

Beim adaptiven oder unterstützenden Wassersport wird zunächst auf die Fähigkeiten geschaut, die jeder mitbringt. Wichtig für das gemeinsame Erleben auf dem Wasser sind

die Abklärung individueller Bedürfnisse, die Anpassung der Ausrüstung und natürlich begleitende Wassersportler.

Was durch ein starkes Partnernetzwerk möglich wird, zeigten die Teilnehmer, bestehend aus dem Therapeutenteam des Ambulanticum gemeinsam mit aktiven Kanutinnen und Kanuten aus dem Herdecker Kanu-Club und dem Nachbarverein Wasserwanderer Hagen.

Zunächst lag der Fokus auf der Unterstützung individueller Bedürfnisse durch Hilfsmittel wie zum Beispiel spezielle Einstiegshilfen, stabilisierende Sitzmöglichkeiten im Boot mit verschiedenen Materialien oder Paddel für Menschen mit einseitigen Lähmungen oder Amputationen. Auch Paddlerinnen und Paddler mit leichteren körperlichen Einschränkungen können davon profitieren.

Am zweiten Seminartag kamen noch drei Rollifahrer dazu (Patienten des Ambulanticum, die sich aktuell für eine Intensivtherapie in Herdecke aufhalten), um aktiv mitzumachen.

Bei schönstem Paddelwetter ging es miteinander auf die Ruhr. Am Ende des Tages waren sich alle einig: „Das war eine tolle Aktion! Wir bleiben dran und machen weiter!“

Ziel ist es nicht nur, für Patienten therapeutisches Paddeln, das beispielsweise den Gleichgewichtssinn trainiert, anzubieten, sondern auch, ähnlich wie in Wilhelmshaven, einen Inklusiven Wassersportstützpunkt ins Leben zu rufen, der es allen ermöglicht, teilzuhaben und mitzumachen.

 

                                                       Text: Gabi Schwanke, Freie Mitarbeiterin Ambulanticum

                                                        Fotos: Klaus H. Daams

aktualisiert am 25.02.2024

 

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