Herdecker Kanadierfahrer kehren als Sieger der Herzen von der Weltmeisterschaft aus Brandenburg zurück!

Vom 01. bis 02.09. fand mit den Kanu-Weltmeisterschaften der Altersgruppen (ICF Canoe Sprint Masters Competitions) erneut eine internationale Kanu-Großveranstaltung auf dem Brandenburger Beetzsee statt.
Unter den 300 Rennkanuten aus mehr als zwanzig Nationen, starteten Thomas Schnadt und Knut Brieke aus Herdecke in dem ca. 70 Sportler/-innen umfassenden Team des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) im Einer,- Zweier,- und Vierer Canadier und verpassten nur knapp die Medaillenränge.

Nach einem chaotischem Rennsamstag, an dem es den Organisatoren nicht gelang, die Rennen zeitplanmäßig zu starten (Brieke und Schnadt mussten bis zu einer Stunde kniend in Ihren Booten auf dem Wasser, auf das Startsignal warten), erreichte Knut Brieke über die 200m Sprintstrecke das Finale und beendete seinen Wettkampf als 9. von 18n Startern. „Ich bin hoch zufrieden über das Erreichen des Finales.“, so Brieke, der sich über einen Vorlauf und dann mit dem Sieg im Halbfinale, ins Finale kämpfte. Im Zweier-Kanadier errangen Brieke/Schnadt dann gemeinsam den 5. Platz im Finallauf über 200m, in dem sie gegen Weltmeister und die Olympiasieger von Seoul aus Russland und Litauen antraten.

Im letzten Samstagsrennen ging es dann gemeinsam mit André Glatzel (Potsdam) und Thomas Roller (Berlin) im C4 an den Start. Nach einem starken Rennen landete das Boot aus dem Team Germany auf dem dritten Platz, wurde aber nachträglich disqualifiziert, weil sie eine Begrenzungsboje gestreift hatten. So mussten sie ihre Medaillen an das polnische Team abtreten.

Nach einer erholsamen Nacht sollte am Sonntag alles besser werden. Über die 2000m-Distanz wollten die Langstrecken-Spezialisten noch einmal alles geben. Im Einer-Kanadier gingen Schnadt und Brieke in ihren Altersklassen gemeinsam mit jeweils 14 Teilnehmern ins Rennen. Am Ende belegte Knut Brieke mit 10:23:602 min. in seiner Altersklasse den 7. Platz.

Thomas Schnadt konnte sich am Ende zwar nicht gegen die starken Russen und Belgier behaupten, belegte aber in persönlicher Bestzeit mit 10:16:700 min. den 6. Platz vor dem ehemaligen Weltmeister Anatolie Donea aus Frankreich.

Im C2 konnten Brieke und Schnadt ihren Platz 5 vom Vortag wiederholen und wollten dann im abschließenden C4-Rennen noch einmal um eine Medaille kämpfen.

Nach erfolgreichem Start im voll besetzten C4-Rennen konnten sich Brieke, Schnadt, Glatzel und Roller im hartem Kampf nach ca. 750m auf Rang drei vorarbeiten. Als es dann zur 1000m Wende ging, fuhren die russischen Verfolger in das Heck von Team Germany und brachten eine Kettenreaktion in Gange. In Folge des Aufpralls fiel André Glatzel auf Position drei fahrend, mit dem Oberkörper ins Wasser und bei dem Versuch ins Boot zurück zu kehren, fuhr das polnische Boot über sein Paddel, welches dann verloren war. Irgendwie schaffte es Glatzel aus eigener Kraft, wieder ins Boot und wurde nun von den anderen drei, um in der Wertung zu bleiben, als Passagier Richtung Ziel mitgenommen. In diesem durcheinander war noch ein weiteres Boot durchgerutscht. An vierter Stelle liegend ging es mit nur noch drei Paddlern über die restlichen 1000m Richtung Zielturm. Auf Höhe der Zuschauertribünen tobte ein brandender Applaus und lauthals feuerten die zahlreichen Zuschauer das Team aus Deutschland an, das am Ende mit dem 4. Platz vor Polen und Russland belohnt wurde. Völlig ausgepowert konnten sich Knut Brieke, Thomas Schnadt und Thomas Roller kaum noch im Boot halten. „So viel Druck hatte ich noch nie auf meinem Blatt.“, so Brieke nach der Zieldurchfahrt und Schnadt sagte: „Die Kulisse war gigantisch, am ganzen Wochenende wurde kein Team mehr angefeuert als wir.“ André Glatzel bekam sein Paddel zurück gebracht und trug dann freiwillig, gut ausgeruht auch die anderen drei Paddel zum Sattelplatz zurück. So hatten die Herzens- Sieger am Ende noch lange was zu erzählen.

Nachträglich wurden dann durch den verursachten Tumult an der Wende mehrere Proteste eingereicht, was letztendlich nach Rücksprache mit den Kampfrichtern zur Disqualifizierung des durchgerutschten ICF-Bootes führte, die eine Boje ausgelassen hatten.

Alle Ergebnisse sind auf der Seite des Veranstalters: www.canoe-brandenburg.dezu finden. 

aktualisiert am 14.08.2018

 

 

 

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